Halsbandsittiche

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Halsbandsittiche

Beitrag  Ischa am Mo Feb 23, 2009 1:17 pm

Sprecher können einzeln in einem Papageienkäfig im Zimmer gehalten werden. Die Zucht ist leicht, aber mit anderen Vögeln vertragen sie sich nicht. Auch sind die Halsbandsittiche winterhart, unempfindlich bei naßkalter Witterung. Badebedürfnis: Sie baden sehr gerne und durchnässen sich dabei gründlich.

Aussehen

Der Halsbandsittich ist überwiegend grün, am Kopf, am Bauch und unter den Flügeln gelb-grün, Nacken und Rücken zeigen bei ausgewachsenen Männchen je nach Unterart einen mehr oder weniger ausgeprägten Blaustich. Die erwachsenen Männchen haben einen charakteristisches „Halsband“, das als schwarzer Streifen unter dem Kinn beginnt und in ein rosafarbenes Nackenband übergeht. Er hat je nach Unterart einen dunkelroten bis korallenroten Oberschnabel und einen roten bis schwärzlichen Unterschnabel. Die Schwanzfedern sind oben dunkelgrün, die mittleren blaugrün, und unten gelb. Auffällig ist auch der orange-rote Lidring, der das Auge mit einer hellen Iris umschließt. Die Gesamtlänge des Vogels mit Schwanz beträgt etwa 40–43 cm, wobei der Schwanz etwas mehr als die Länge des Körpers ausmacht.

Haltung

Als Käfigvogel ist er in vielen Farbvarianten fast weltweit verbreitet. Als Haustier ist er auf Grund seiner kräftigen Stimme nur bedingt geeignet. Er schließt engen Kontakt zu einer Bezugsperson und lernt einige Worte und Sätze. Sein Vorliebe sind höhlenähnliche Verstecke. Zu anderen Papageien und Sittichen ist er oft unverträglich.

Es ist auch eine ganzjährige Haltung in einer Außenvoliere mit Schutzraum möglich, die Voliere sollte mindestens 2×2×2m groß sein.

Verbreitung

Halsbandsittiche kommen in vier Unterarten vor. Das natürliche Verbreitungsgebiet der afrikanischen Unterarten Psittacula krameri krameri und P. k. parvirostris erstreckt sich in Afrika vom Senegal und Guinea in einem breiten Band durch den Sahel und die Savanne bis nach Eritrea. In Asien leben die Unterarten P. k. borealis und P. k. manillensis in einem Gebiet, das den gesamten indischen Subkontinent sowie Pakistan, Bangladesch, Myanmar und Sri Lanka umfasst.
Als Neubürger (Neozoon), der Bestände aus Gefangenschaftsflüchtlingen aufbauen konnte, ist er in zunehmendem Maße in den städtischen Gebieten der nördlichen Mittelmeerländer zu finden, wo er sich, wie anderswo auch, als ausgesprochener Kulturfolger erweist. Außerdem findet man ihn im Raum Paris, in den größeren Städten Belgiens (ca. 5500) und der Niederlande (ca. 5400), in Deutschland entlang des Rheins, besonders in Köln, Wiesbaden (ca. 1200), Bonn, Leverkusen, Düsseldorf, Neuss, Mainz, Mannheim/Ludwigshafen, Stuttgart und Heidelberg, im Alstertal bei Hamburg sowie im Süden und Osten Englands (ca. 10.000), wo er seit den 1930er Jahren bekannt ist. Mittlerweile dürfte es wohl mindestens 27.000 freilebende Halsbandsittiche in Europa geben. Darüber hinaus gibt es eingebürgerte Vorkommen in den USA und in Südafrika sowie in Japan.

In Deutschland brütet der Halsbandsittich besonders gerne in Höhlen in Platanen, die er auch als Schlafbäume bevorzugt. Seit einigen Jahren brüten Halsbandsittiche, v. a. in Heidelberg, auch in der Styroporschicht der Außenfassaden wärmegedämmter Gebäude. Über die Auswirkungen der Anwesenheit des Halsbandsittichs ist noch nicht genügend bekannt. Befürchtet wird vor allem Konkurrenz zu anderen höhlenbrütenden Vogelarten.

Im Frühsommer ziehen die Tiere, in Schwärmen von jeweils 10–30 Exemplaren während der Nahrungssuche durchs Stadtgebiet sowie die Obstanbauflächen der Umgebung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Halsbandsittich
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