Mit 111 Jahren noch Vater

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Mit 111 Jahren noch Vater

Beitrag  Ischa am Mo Feb 23, 2009 2:24 am

Brückenechse wird Vater mit 111 Jahren
Erschienen am 26. Januar 2009
Echse "Henry" mit 103 Jahren (Archivfoto: dpa)
Echse "Henry" mit 103 Jahren (Archivfoto: dpa) Vergrößern
Im stolzen Alter von 111 Jahren ist ein Reptil in Neuseeland erstmals Vater geworden: Gemeinsam mit seiner mehr als 70 Jahre alten Gattin "Mildred" zeugte Brückenechse "Henry" elf Nachfahren, berichtete die "Southland Times". Die Echsenfamilie lebt im Southland Museum in Invercargill.

"Henry" lebt seit 1970 in dem Museum. Lange zeigte er kein Interesse am anderen Geschlecht, bis ihm 2002 ein Genitaltumor entfernt wurde. Im März vergangenen Jahres paarte er sich mit seiner Partnerin "Mildred", deren Alter auf 70 bis 80 Jahre geschätzt wird. "Mildred" legte zwölf Eier, von denen elf überlebten. Aus neun schlüpfte bereits Nachwuchs. Die kleinen seien putzmunter, berichtete Museumsdirektor Lindsay Hazley der Zeitung.

Möglicherweise gibt es Halbgeschwister
Das Southland Museum hofft nun, "Henry" regelmäßig zur Aufzucht heranziehen zu können. Dem Museum zufolge war es das erste Mal, dass sich "Henry" in Gefangenschaft paarte. Was vorher in der freien Wildbahn geschah, ist aber unklar. Männliche Tuataras, wie Brückenechsen auch genannt werden, erreichen mit 20 Jahren die Geschlechtsreife.

Art vom Aussterben bedroht
In Neuseeland leben nach Schätzungen noch etwa 50.000 Brückenechsen. Die Art, die nur in Neuseeland heimisch ist, ist vom Aussterben bedroht. Mittlerweile wurden besondere Schutzgebiete eingerichtet, wo die Tiere keine natürlichen Feinde wie zum Beispiel Ratten haben.

Lebende Fossilien
Laut Hazley können Brückenechsen bis zu 250 Jahre alt werden. Sie sind die Nachfahren einer Art, die gemeinsam mit Dinosauriern bereits vor 225 Millionen Jahren auf der Erde lebte. Die Echsen werden deswegen oft als lebende Fossilien bezeichnet. Sie werden bis zu 80 Zentimeter groß. Zu ihren Eigenheiten gehören zwei Reihen von Zähnen im Oberkiefer und eine Reihe im Unterkiefer.

"Henry" von den Kindern getrennt
Das außergewöhnliche Gebiss ist auch der Grund, warum Henry bis jetzt vorsichtshalber von seinem Nachwuchs ferngehalten wird: Die Tierpfleger fürchten, er könnte seinen Nachwuchs sonst als Mittagsmahlzeit verspeisen.
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