Meine Katzen - Teil 2

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Meine Katzen - Teil 2

Beitrag  Gast am Mo März 23, 2009 9:54 pm

So, obwohl Teil 1 nicht gerade riesige Resonanz hervorgerufen hat (Ich meine die zur Diskussion gestellten Fragen.) möchte ich nun den zweiten Teil meines Berichtes einstellen.

Aus der Zeit meines Studiums möchte ich in liebevollem Andenken Pushkin erwähnen, den Kater meiner Zimmerwirtin in Amerika. Ich hatte das Glück, während meines zweijährigen Gesangsstudiums in Baltimore sehr preiswert und hochschulnah bei der riesig netten Leiterin der Unibibliothek wohnen zu dürfen, wo ich alles - einschließlich ihrem ebenso netten rot-weißen Kater - mitbenutzen durfte. Pushkin mochte mich von Anfang an sehr, aber selbstverständlich trottete er abends mit seinem Frauchen in deren Schlafzimmer und teilte das Bett mit ihr. Dann war Ellie einmal ein Wochenende verreist - und nachdem Pushkin bis zum späten Abend vergeblich auf ihre Heimkehr gewartet hatte, legte er sich zögernd auf mein Bett. Nach zwei Nächten bei mir konnte er überglücklich sein Frauchen wieder in Empfang nehmen, war aber von dem Zeitpunkt ab in einem inneren Konflikt, der ihm einige Zeit zu schaffen machte: Zu wem sollte er abends gehen? Ein paar Nächte verbrachte der arme Kerl im Flur, genau in der Mitte zwischen unseren Zimmern, dann fand er einen für alle befriedigenden Kompromiss: Er ging mit Ellie schlafen und wechselte irgendwann im Laufe der Zeit das Zimmer, um auch mein Bett noch für ein paar Stunden zu wärmen.

Nach meinem Studium lebte ich mit meinem Freund in der Lüneburger Heide und adoptierte 1998 meine ersten richtig eigenen Katzen. Von einem Bauerhof in der Nähe bekam ich den einzigen Kater des Wurfes (Felix) und eine Kätzin (Miriam), beide grau getigert, beide anfangs Wirte von allem erdenklichen Ungeziefer und noch Monate lang an den Folgen ihrer
typisch bäuerlichen Kindheit leidend, beide auch charakterlich schon deutlich dahin gehend geprägt, dass Menschen nur zum Füttern gut sind und ansonsten ignoriert werden sollten. Trotzdem liebte ich meine beiden Landeier innig - und war verzweifelt, als sich mein hartnäckiger Dauerhusten als Katzenallergie entpuppte. Ich wollte nicht kampflos aufgeben - ein Leben ohne Katzen fand ich unvorstellbar – und tatsächlich sorgte die mir empfohlene Bioresonaztherapie für ein völliges Verschwinden der Allergie.

Meine inzwischen 4 Monate alten Katzen lebten damals vorübergehend bei meinen Eltern, und der bemerkenswerteste Vorfall aus dieser Zeit war ein Anruf meiner Mutter: "Du, dein Kater ist rollig!" Weder die Tierärztin noch ich hatten je die Behauptungen der Bäuerin bezüglich der Geschlechtszugehörigkeit meiner Katzen in Frage gestellt! Als ich später zurück nach Oldenburg zog, hatte ich zunächst nur eine kleine Etagenwohnung, und deshalb
siedelten Miri und Feli, die Freilauf gewohnt waren, endgültig in das große Haus mit Garten meiner Eltern um. Dort leben sie bis heute als glückliche, gesunde und längst auch verschmuste Katzen, und da ich oft zu Besuch bin, sind sie trotz allem irgendwie auch meine Katzen geblieben.

Wieder möchte ich ein paar Fragen stellen und hoffe auf ein bisschen Austausch - es gibt ja genug Katzenfreunde hier im Forum, und oft passen Erfahrungen mit anderen Tieren auch dazu, denke ich.

- Haben Katzen (oder andere Haustiere) eurer Erfahrung nach immer eine Hauptbezugsperson? Würde mich auch interessieren, ob das Geschlecht eine Rolle spielt, denn manche Leute behaupten, dass Kater besser mit Frauen können und Kätzinnen mit Männern.
- Die ersten Lebenswochen: Was sind eure Erfahrungen im Bezug auf die charakterliche Prägung von Tierkindern durch ihre früheste Kindheit? Lassen Krankheiten oder schlechte Versorgung in der Babyzeit bleibende Schäden zurück?
- Tierallergien: Hat jemand von euch oder aus eurem Bekanntenkreis Erfahrungen mit Therapien oder Tipps, um trotz Allergie mit Haustieren leben zu können?
- Da das Geschlecht bei Katzenbabys gar nicht so leicht zu bestimmen ist, wüsste ich auch gern, ob noch jemandem solche Irrtümer passiert sind wie mir mit Feli(x).

Gast
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Re: Meine Katzen - Teil 2

Beitrag  Gast am Di März 24, 2009 10:35 am

- Haben Katzen (oder andere Haustiere) eurer Erfahrung nach immer eine Hauptbezugsperson? Würde mich auch interessieren, ob das Geschlecht eine Rolle spielt, denn manche Leute behaupten, dass Kater besser mit Frauen können und Kätzinnen mit Männern.

Liebe Franziska,
ich möchte auf deine Fragen versuchen eine Antwort zu geben. Meine Erfahrung sagt mir, das ist nicht vom Geschlecht einer Katze abhängig, wen sie sich aussuchen als "ihren" Menschen,
Alle Katzen die ich früher hatte , die habe ich nur gefüttert und versorgt. Mit der Geburt von Moritz war das etwas anders. Das war so ein wenig mein Baby.

Thadeus wurde da schon mehr verhätschelt. Er war mein erster Rassekater und ich habe fürchterliche Angst ausgestanden als er uns 2 x ausgebüxt ist. Thadeus verstand mich oft zu trösten wenn ich traurig war.

Joschi (das erzähle ich noch) war sehr anhänglich.

Pinki war eine kleine Hexe, so nannte ich sie. Weil sie so unglaublich süß war, wollte ich sie immer knuddeln...das schien sie gar nicht zu mögen. Als wir die Diagnose Herzinsuffizienz bekamen, dachten wir es hätte etwas mit ihrer Krankheit zu tun, das sie sich nie liebkosen lies. Nachdem sie etwas länger bei uns war, zog es sie sehr zu meinem Mann hin und mit ihm schnußte sie wann "sie" wollte. Pinki ist eine unheimlich starke und dominate Katze, und sie ist wie ich meine sehr tapfer (ich werde noch berichten, was ihr wiederfahren ist)

Angi unser Angsthäschen, das kleine Mädchen ist nur auf mich fixiert. (darüber berichte ich noch).




- Die ersten Lebenswochen: Was sind eure Erfahrungen im Bezug auf die charakterliche Prägung von Tierkindern durch ihre früheste Kindheit? Lassen Krankheiten oder schlechte Versorgung in der Babyzeit bleibende Schäden zurück?

Ich denke ihren Charakter bringen sie von Geburt an mit. Eine Unterversorgung im Kittenalter tragen sie solange mit sich herum, bis sie den Mangel den sie erlitten haben ausgeglichen haben.

- Tierallergien: Hat jemand von euch oder aus eurem Bekanntenkreis Erfahrungen mit Therapien oder Tipps, um trotz Allergie mit Haustieren leben zu können?

Mein Enkelsohn hat eine Katzen und Pferdehaarallergie. Als sie vor 3 Jahren ihren Garry (Thadeus Zwillingsbruder) zu sich nahmen, wurde es mit einem Husten den du schon beschrieben hattest immer schlimmer. Die Allergologin bot eine Langzeittherapie nach seinem Bedarf an. Den Kater wieder weg zu geben hielt sie für keine gute Idee, eher für eine seelische Belastung. So blieb der Kater da und die Therapie läuft seitdem mit gutem Erfolg.


- Da das Geschlecht bei Katzenbabys gar nicht so leicht zu bestimmen ist, wüsste ich auch gern, ob noch jemandem solche Irrtümer passiert sind wie mir mit Feli(x).

ich glaube das passiert nur Leien oder Bauern? Einem Züchter würde das nie passieren.
Laughing

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